Einmal im Jahr, zur Berlinale, richtet die Filmwelt ihren Fokus auf Berlin. Aber globales Interesse sind die Berliner gewohnt. Schließlich sind sie, seit die Hohenzollern 1458 ihre Residenz errichteten, Hauptstädter. Eine Historie, die auch Schatten hat: die Nazi-Herrschaft und das DDR-Regime, das eine Mauer durch die Stadt zog. Seit 1990 ist Berlin wieder ungeteilte Hauptstadt mit Weltrang. Die Museumsinsel, Europas größter Museumskomplex, die Berliner Philharmoniker und rund 150 Bühnen sorgen für ein einzigartiges Kulturleben. Die „Wissenskapitale“ birgt 20 Universitäten und Hochschulen. Die Wirtschaft glänzt mit Namen wie Bayer Schering Pharma oder Philip Morris. Und die ITB, die weltgrößte Touristikmesse, akzentuiert den Slogan: Berlin ist eine Reise wert.
Seitdem Berlin wieder Hauptstadt ist, hat die Stadt einen wirtschaftlichen Umbruch erlebt, der auch mit schmerzhaften Einschnitten verbunden war. Aber die Aussichten sind gut: Als politisches Zentrum der Republik, als Tor nach Osteuropa und aufgrund einer hervorragenden Infrastruktur brauchen Stadt und Region keinen Vergleich zu scheuen. Herausragender Standortvorteil ist die enge Verbindung von Forschung und Entwicklung, Produktion und Vermarktung.
Die Zukunft der Stadt als Industriestandort liegt in der Modernisierung der traditionellen Branchen wie Elektrotechnik, Fahrzeugbau, Chemie, Pharmazie und Maschinenbau sowie im Auf- und Ausbau neuer Wachstumsbranchen im Bereich intelligenter Technologien.
Drei Universitäten, vier künstlerische Hochschulen, die Europäische Wirtschaftshochschule, neun Fachhochschulen, rund 250 außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und eine Fülle mittlerer und kleinerer Technologieunternehmen sind das Potenzial für ein Wirtschaftswachstum, an dem auch die große Zahl der Unternehmen im Kommunikations- und Mediensektor ihren Anteil hat.
Mit zehn Tages- und vier Sonntagszeitungen, elf Stadt- und zwölf Anzeigenmagazinen hat Berlin die größte Pressevielfalt in Europa. Zahlreiche deutsche und ausländische Nachrichtenagenturen und Korrespondenten nationaler und internationaler Medien berichten in alle Welt. Mit 210 Buchverlagen ist Berlin eine der größten deutschen Verlagsstädte.
Ein Touristenmagnet ist das Regierungs- und Parlamentsviertel. Viele Besucher zählen die Kuppel des umgebauten Reichstagsgebäudes, dem heutigen Sitz des Deutschen Bundestages, und das Kanzleramt im Spreebogen. Weitere Anziehungspunkte sind das Zentrum Ost vom Pariser Platz mit dem Brandenburger Tor bis zum Alexanderplatz und das Zentrum West vom Kurfürstendamm bis zum Schloss Charlottenburg aus dem 17. und 18. Jahrhundert.