Die Architekturszene in Deutschland hat viele regionale Zentren, aber seit der Wiedervereinigung sicherlich auch einen Schwerpunkt in Berlin. In der Hauptstadt lässt sich auf engem Raum Weltarchitektur erleben: Ob Lord Norman Foster, der den ehemaligen Reichstag zum neuen deutschen Parlament umbaute, Renzo Piano, Daniel Libeskind, I. M. Pei oder Rem Koolhaas – die Liste der internationalen Architekten, die Berlins Gesicht im 21. Jahrhundert prägen, ist lang. Umgekehrt sind aber auch deutsche Architekturbüros wie von Gerkan, Marg und Partner oder Albert Speer & Partner international erfolgreich. Dabei spielt nachhaltiges Bauen, also eine Architektur, die möglichst wenig bis gar keine Energie verbraucht, eine immer größere Rolle. Ein Thema, das Architekten aus Deutschland wie Stefan Behnisch, Christoph Ingenhoven, Werner Sobek oder das Duo Louisa Hutton und Matthias Sauerbruch früh besetzt und in dem sie eine weltweit gefragte Expertise erworben haben. International von sich reden macht auch das Architektenbüro Graft aus Berlin, das Avantgarde und Ökologie verbindet – wie bei dem futuristisch wirkenden Projekt „Bird Island“, das in Malaysia entsteht.