Seit Anfang des neuen Jahrtausends erlebt der deutsche Rieslingwein eine Renaissance – und das international: Er gehört inzwischen weltweit zu den Standards in vielen Top-Restaurants. Die Begeisterung der internationalen Weinkenner für das „deutsche Weinwunder“ hat sich der Riesling durch seine Leichtigkeit und Spritzigkeit verdient, Eigenschaften, die er den besonderen Klima- und Bodenverhältnissen verdankt. Denn die deutschen Weinanbaugebiete gehören zu den nördlichsten der Welt. Die lange Vegetationszeit und die vergleichsweise geringe Sommerhitze machen die Weine aus Deutschland filigran und nicht zu alkoholreich. Unterschiedliche Bodenarten und Rebsorten wie Müller-Thurgau und Silvaner tragen ihren Teil dazu bei, dass deutsche Weine als bemerkenswert facettenreich gelten. Zunehmend an Bedeutung gewinnt auch der Graue Burgunder.
Deutschland erzeugt zu 65 Prozent Weißwein und zu 35 Prozent Rotwein. Besonders bekannt für ihren Rotwein sind die Anbaugebiete Württemberg und Ahr. Wesentlichen Anteil am Erfolg der Weine hat die neue Generation der deutschen Winzer und Winzerinnen, die in den 13 deutschen Weinanbaugebieten vor allem auf hohe Qualität statt große Erträge setzen. 200 Weingüter haben sich im Verband Deutscher Prädikatsweingüter zusammengeschlossen. Sie bürgen mit dem Qualitätssiegel „Traubenadler“ für hervorragende Weine von den renommiertesten deutschen Weingütern.