Hintergrund

Alexander von Humboldt-Stiftung

Die 1860 gegründete Alexander von Humboldt-Stiftung fördert Wissenschaftskooperationen zwischen exzellenten ausländischen und deutschen Forscherinnen und Forschern. Sie ermöglicht jährlich über 1.900 internationalen Forschern einen wissenschaftlichen Aufenthalt in Deutschland und pflegt ein Netzwerk von rund 26.000 Humboldtianern aller Fachgebiete in 140 Ländern – unter ihnen 51 Nobelpreisträger.

humboldt-foundation.de

DAAD

Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) ist eine gemeinsame Einrichtung der deutschen Hochschulen. Er hat die Aufgabe, die Hochschulbeziehungen mit dem Ausland vor allem durch den Austausch von Studierenden sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zu fördern. Seine Programme sind in der Regel offen für alle Fachrichtungen und alle Länder und kommen Ausländern wie Deutschen gleichermaßen zugute. Der DAAD unterhält ein weltweites Netzwerk von Büros, Dozenten und Alumni-Vereinigungen und bietet Informationen und Beratung.

daad.de

Deutsche Forschungsgemeinschaft

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) ist die zentrale Selbstverwaltungsorganisation der Wissenschaft und der wichtigste Forschungsfinanzier. Sie unterstützt Forschungsvorhaben, wobei die Mittel überwiegend in den Hochschulbereich fließen. Zusätzlich fördert sie die Zusammenarbeit zwischen den Forschern und berät Parlamente und Behörden.

→ dfg.de

Duale Berufsausbildung

International etwas Besonderes ist die duale Berufsausbildung. Mehr als die Hälfte der Jugendlichen erlernen nach der Schule einen der 350 staatlich anerkannten Ausbildungsberufe im dualen System. Dieser Einstieg in das Berufsleben unterscheidet sich von der rein schulischen Berufsausbildung, wie sie in vielen Staaten üblich ist: Der praktische Teil wird an drei bis vier Wochentagen im Betrieb gelernt; an ein bis zwei Tagen folgt die fachtheoretische Ausbildung in der Berufs-schule. Die Ausbildung dauert zwei bis dreieinhalb Jahre. Das Ausbildungsangebot der Betriebe wird dabei unterstützt durch überbetriebliche Lehrgänge und zusätzliche Qualifikationsangebote. Finanziert wird die Ausbildung von den Betrieben, die den Auszubildenden eine Vergütung bezahlen, und vom Staat, der die Kosten für die Berufsschule trägt. Rund 500.000 Betriebe, der öffentliche Dienst und die Freien Berufe bilden die jungen Menschen aus. Mehr als 80 Prozent der Ausbildungsplätze stellen kleine und mittlere Betriebe. Aufgrund der dualen Berufsausbildung ist der Anteil der Jugendlichen ohne Beruf oder Ausbildungsplatz in Deutschland vergleichsweise niedrig. Die Kombination von Theorie und Praxis garantiert die hohe Qualifikation der Handwerker und Facharbeiter. Die berufliche Ausbildung ist zudem ein Einstieg in eine Karriere, die über die Weiterbildung bis zum Meisterbrief führt. Neu ist ein Qualifizierungsweg, der über berufsbegleitende Fortbildungen bis zu einem Masterabschluss an einer Hochschule führen kann.

Das internationale Interesse am deutschen Berufsbildungssystem ist groß. Die Kooperation mit Partnerinstituten ist ein Schwerpunkt in der internationalen Berufsbildungskooperation des Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB).

bibb.de

Fraunhofer-Gesellschaft

Die Fraunhofer-Gesellschaft betreibt anwendungsorientierte Forschung. Auftraggeber sind Industrie- und Dienstleistungsunternehmen sowie die öffentliche Hand. Etwa 24.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind in 67 Fraunhofer-Instituten an Standorten in ganz Deutschland tätig. Das jährliche Forschungsvolumen beträgt 2 Milliarden Euro. Die Fraunhofer-Gesellschaft hat Niederlassungen in Europa, den USA, Asien und im Nahen Osten.

fraunhofer.de

Helmholtz-Gemeinschaft

Mit ihren 18 Forschungszentren, einem Jahresbudget von mehr als 4 Milliarden Euro und mehr als 38.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist die Helmholtz-Gemeinschaft Deutschlands größte Wissenschaftsorganisation. Sie engagiert sich in den Bereichen Energie, Erde und Umwelt, Gesundheit, Schlüsseltechnologien, Struktur der Materie sowie Verkehr und Weltraum.

helmholtz.de

Leibniz-Gemeinschaft

Gottfried Wilhelm Leibniz (1646–1716) war einer der letzten Universalgelehrten. Entsprechend breit fächert sich das wissenschaftliche Spektrum der 88 Leibniz-Institute: Es reicht von den Geistes- und Wirtschaftswissenschaften bis zur Mathematik. Im Mittelpunkt steht die anwendungsorientierte Grundlagenforschung. Die Leibniz-Institute beschäftigen 18.144 Mitarbeiter und haben einen Gesamtetat von über 1,64 Milliarden Euro.

leibniz-gemeinschaft.de

Max-Planck-Gesellschaft

Die Max-Planck-Gesellschaft wurde am 26. Februar 1948 – in Nachfolge der bereits 1911 errichteten Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften – gegründet. Die 83 Max-Planck-Institute betreiben Grundlagenforschung in den Natur-, Bio-, Geistes- und Sozialwissenschaften. Die Max-Planck-Gesellschaft  gründete zusammen mit Partneruniversitäten die international ausgerichteten Max Planck Research Schools. In der Max-Planck-Gesellschaft sind 22.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt (2015), rund 60 Prozent von ihnen arbeiten im wissenschaftlichen Bereich.

mpg.de

Private Universitäten

Neben den nichtstaatlichen, konfessionellen Hochschulen haben sich seit den 1970er-Jahren auch eine Reihe staatlich anerkannter privater Hochschulen gegründet. Mittlerweile gibt es in Deutschland 121  – meist kleine – Hochschulen in privater Trägerschaft, hinzu kommen 40 kirchliche Hochschulen.

private-hochschulen.net

Technische Universitäten

Besonders stark technisch orientierte Universitäten bezeichnen sich als Technische Universität (TU) oder Technische Hochschule (TH). Gegenüber den anwendungsorientierten Fachhochschulen legen sie größeren Wert auf Grundlagenforschung. Die neun führenden TU haben sich zur TU9-Initiative zusammen-geschlossen. Die TU9-Universitäten sind besonders international ausgerichtet und koordinieren ihre zahlreichen Studienangebote im Ausland.

tu9.de

Zulassungsbeschränkung

Die Studiengänge Medizin, Pharmazie, Tiermedizin und Zahnmedizin sind so begehrt, dass sie bundesweit an allen Hochschulen zulassungsbeschränkt sind: Sie unterliegen einem Numerus Clausus. Die Bewerbung und die Vergabe von Studienplätzen für diese Studiengänge erfolgt zentral über die Stiftung für Hochschulzulassung.

hochschulstart.de