Hintergrund

Bauhaus

Das Bauhaus (1919–1933) gilt als die berühmteste Kunst-, Design- und Architekturschule der Klassischen Moderne. Gegründet von Walter Gropius hatte es seinen Sitz in Weimar, später in Dessau. Die Bauhaus-Künstler und - Architekten schufen eine neue, klare  und zeitgemäße Formensprache, die vielfach bis heute nachwirkt. Zu den bekanntesten Bauhaus-Vertretern gehören Ludwig Mies van der Rohe, Lyonel Feininger, Oskar Schlemmer und Sophie Taeuber-Arp. 

Berliner Theatertreffen

Das Berliner Theatertreffen, eine Veranstaltung der Berliner Festspiele, ist das bedeutendste deutsche Theaterfestival. Seit 1964 zeigt es jedes Jahr im Mai die zehn „bemerkenswertesten Inszenierungen“ der Saison, die zuvor von einer Kritikerjury aus rund 400 Aufführungen ausgewählt wurden. Zusätzlich bietet das Theatertreffen eine Plattform für Nachwuchsautoren, die ihre neuen Arbeiten auf einem „Stückemarkt“ präsentieren können.

berlinerfestspiele.de/theatertreffen

Buchmarkt

Die Buch- und Lesekultur hat in Deutschland nach wie vor einen hohen Stellenwert. Der deutsche Buchmarkt erwirtschaftete 2016 einen Umsatz von rund 9,28 Milliarden Euro. Der Internet-Umsatz lag 2016 bei einem Anteil von 18,2 Prozent am Gesamtumsatz. Es gibt rund 6.000 Buchläden und mehr als 7.400 öffentliche Bibliotheken. Die großen Verlagsstädte sind München, Berlin, Frankfurt am Main, Stuttgart, Köln und Hamburg.

boersenverein.de

Frankfurter Buchmesse

Die Internationale Frankfurter Buchmesse findet seit 1949 jedes Jahr im Herbst statt und ist das herausragende internationale Jahresereignis der Buchbranche. Höhepunkt jeder Buchmesse ist die Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels. Zu den Preisträgern gehörten unter anderem Margaret Atwood, Carolin Emcke, Navid Kermani und Susan Sontag. Seit 2005 wird zudem zum Auftakt der Buchmesse der Deutsche Buchpreis für den besten Roman in deutscher Sprache verliehen.

→ buchmesse.de

Kulturhoheit der Länder

Kultur ist in Deutschland das Kernstück der Eigenstaatlichkeit der 16 Länder. Das Grundgesetz räumt dem Bund in Fragen der Kultur nur geringe Kompetenzen ein, weshalb die meisten kulturellen Einrichtungen von den Ländern und Kommunen unterhalten werden. Dieses kulturelle Eigenleben der Länder hat überall Kulturzentren entstehen lassen. Selbst in kleineren Städten gibt es kulturelle Angebote von internationalem Rang.

Kulturorchester

An der Spitze der rund 130 deutschen Berufsorchester stehen die Klangkörper der Berliner Philharmoniker, die Staatskapelle Berlin das Gewandhausorchester, die Bamberger Symphoniker und die Münchner Philharmoniker.

Kulturstiftung des Bundes

Die Kulturstiftung des Bundes wurde im Jahr 2002 gegründet und ist eine bundesweit und international tätige Institution, die sich – durch entsprechende Projektförderung – in erster Linie den Herausforderungen der Kunst und Kultur im 21. Jahrhundert widmet. Sitz der Kulturstiftung des Bundes ist Halle an der Saale.

Nachrichtenagenturen

Die größte deutsche Nachrichtenagentur ist die Deutsche Presse-Agentur (dpa). Sie gehört mit AFP, Reuters und AP zu den führenden internationalen Agenturen.

Öffentlich-rechtliche Sender

Für den Rundfunk (TV und Radio) gibt es in Deutschland zwei grundlegend verschiedene Organisations- und Finanzierungsformen. Die privaten Sender leben fast nur von Werbeeinnahmen – die öffentlich-rechtlichen Sender werden über Gebühren und Werbung finanziert und sind an einen rechtlich vorgegebenen Programmauftrag gebunden. Es gibt neun öffentlich-rechtliche Sender, die nach Bundesländern gegliedert und in der Arbeitsgemeinschaft der Rundfunkanstalten in Deutschland (ARD) zusammengeschlossen sind. Sie sind gemeinsam für das Erste Deutsche Fernsehen (Das Erste) zuständig, strahlen aber auch eigene TV- und Hörfunkprogramme aus. Weitere öffentlich-rechtliche Sender sind das ZDF, das keine Regionalprogramme und keinen Hörfunk betreibt, und Deutschlandradio.

Presse- und Meinungsfreiheit

Zur Kommunikationsfreiheit in Deutschland gehört auch, dass Behörden zur Auskunft gegenüber Journalisten verpflichtet sind. Das Presserecht wird durch Pressegesetze der Bundesländer geregelt. Hierzu zählen die Impressumspflicht, die journalistische Sorgfaltspflicht und das Zeugnisverweigerungsrecht der Journalisten. Als Selbstkontrollorgan der Verleger und Journalisten versteht sich der Deutsche Presserat, der sich mit Verstößen gegen die Sorgfaltspflicht und die Ethik befasst.

Staatsminister für Kultur und Medien

Da Kultur in Deutschland Ländersache ist, gibt es kein Ministerium für Kultur auf Bundesebene. Die kulturpolitischen Aktivitäten des Bundes koordiniert ein Staatsminister für Kultur.

Theaterlandschaft

140 öffentliche Theater – Stadttheater, Staatstheater und Landesbühnen – bestimmen die deutsche Theaterlandschaft. Hinzu kommen rund 220 Privattheater, etwa 130 Sinfonie- und Kammerorchester, sowie rund 150 Spielstätten ohne festes Ensemble und 100 Tourneebühnen ohne festes Haus. Darüber hinaus gibt es noch eine kaum überschaubare Anzahl freier Theatergruppen.  Zu den bekanntesten Bühnen gehören das Thalia Theater in Hamburg, das Berliner Ensemble und die Münchner Kammerspiele.

buehnenverein.de