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Deutschland hat die Wahl

Rund 60,4 Millionen Menschen dürfen bei der Bundestagswahl 2021 ihre Stimme abgeben. Weitere Zahlen und Fakten zur Wahl des neuen Parlaments.
Wählerin an Wahlurne
© auremar/stock.adobe.com

Der Deutsche Bundestag Bundestag Der Bundestag ist die gewählte Vertretung des deutschen Volkes. In technischer Hinsicht wird die Hälfte der mindestens 598 Bundestagsmandate durch die Wahl von Landeslisten der Parteien (Zweitstimmen) zugeteilt und die andere Hälfte durch die Wahl von Personen in 299 Wahlkreisen (Erststimmen)… Mehr erfahren › wird alle vier Jahre neu gewählt, so sieht es das Grundgesetz Grundgesetz Das Grundgesetz bindet die Gesetzgebung an die verfassungsmäßige Ordnung und die Staatsverwaltung an Recht und Gesetz. Besondere Bedeutung besitzt der Artikel 1 des Grundgesetzes. Er postuliert als höchstes Gut der Verfassungsordnung den Respekt vor der Menschenwürde: „Die Würde des Menschen ist… Mehr erfahren › vor. Die Wahl zum 20. Deutschen Bundestag findet am 26. September 2021 statt. Dabei dürfen 60,4 Millionen Menschen ihre Stimme abgeben – 31,2 Millionen Frauen und 29,2 Millionen Männer. Die Zahl der Wahlberechtigten ist damit gegenüber der Bundestagswahl 2017 um rund 1,3 Millionen zurückgegangen.

Unter den Wahlberechtigten sind auch 2,8 Millionen Menschen, die seit der jüngsten Bundestagswahl 18 Jahre alt geworden sind und nun zum ersten Mal wählen dürfen. Ihr Anteil liegt damit bei 4,6 Prozent. Knapp die Hälfte aller Wahlberechtigten lebt in den drei großen Bundesländern Nordrhein-Westfalen Nordrhein-Westfalen Nirgendwo in Deutschland leben mehr Menschen, entsprechend viele Städte gibt es hier: Köln mit seinem gotischen Meisterwerk, dem Dom, Bonn, die erste Hauptstadt der Bundesrepublik, Düsseldorf, die modebewusste Landeshauptstadt, Aachen, unter Kaiser Karl dem Großen die Hauptstadt Europas, Duisburg… Mehr erfahren › (12,8 Millionen), Bayern Bayern Guten (Franken-)Wein keltert auch das „Bierland“ Bayern. Oktoberfest, Schloss Neuschwanstein und Alpenpracht locken mehr ausländische Touristen hierher als in jedes andere Bundesland. Doch Bayern ist mehr als lebendiges Brauchtum. Seine Wirtschaft – sie ist stärker als die Schwedens – glänzt mit… Mehr erfahren › (9,4 Millionen) und Baden-Württemberg Baden-Württemberg Über Superlative reden sie nicht gerne, die Menschen in Baden-Württemberg. Dabei sammelt ihr Bundesland Rekorde: Die Region um Stuttgart, Karlsruhe und Tübingen gehört zu den forschungsstärksten der EU. Nirgendwo in Deutschland gibt es gemessen an der Bevölkerung mehr Patentanmeldungen. Für Tüftler… Mehr erfahren › (7,7 Millionen). 

Zur Wahl zugelassen sind 54 Parteien, die die dafür nötigen Voraussetzungen erfüllen. Bei der Bundestagswahl 2017 waren es 48, von denen 42 tatsächlich teilnahmen.

Personalisierte Verhältniswahl mit Erst- und Zweitstimme

Der Bundestag Bundestag Der Bundestag ist die gewählte Vertretung des deutschen Volkes. In technischer Hinsicht wird die Hälfte der mindestens 598 Bundestagsmandate durch die Wahl von Landeslisten der Parteien (Zweitstimmen) zugeteilt und die andere Hälfte durch die Wahl von Personen in 299 Wahlkreisen (Erststimmen)… Mehr erfahren › wird nach dem Prinzip der personalisierten Verhältniswahl gewählt. Die Wahlberechtigten haben zwei Stimmen: Mit der Erststimme wählen sie eine Kandidatin oder einen Kandidaten aus ihrem Wahlkreis. Mit der Zweitstimme unterstützen sie die Liste einer Partei. Darin legen die Parteien fest, wen sie in den Bundestag entsenden möchten. Um ins Parlament einzuziehen, müssen die Parteien mindestens fünf Prozent der Zweitstimmen erhalten („ Fünf-Prozent-Hürde Fünf-Prozent-Hürde Nur solche Parteien werden bei der Mandatszuteilung im Bundestag berücksichtigt, welche die Hürde von fünf Prozent der Wählerstimmen übersprungen oder mindestens drei Wahlkreismandate erreicht haben. Mehr erfahren › “). Auch wenn eine Partei in drei oder mehr Wahlkreisen Direktmandate gewinnt, ihre dortige Kandidatin oder ihr Kandidat also die meisten Erststimmen bekommt, darf sie Abgeordnete in den Bundestag schicken.

In Deutschland ist auch die Briefwahl möglich, Wahlberechtigte müssten dafür keinen besonderen Grund angeben. Bei der Bundestagswahl 2017 lag der Anteil der Briefwählerinnen und -wähler bei 28,6 Prozent.