Demografie

Hans Wiedl/dpa
Für die demografische Entwicklung sind drei Trends kennzeichnend: eine niedrige Geburtenrate, die steigende Lebenserwartung und die Alterung der Gesellschaft.

Für die demografische Entwicklung sind drei Trends kennzeichnend: eine niedrige Geburtenrate, die steigende Lebenserwartung und die Alterung der Gesellschaft. Die höchste Geburtenrate verzeichnete Deutschland 1964 mit 1,36 Millionen Neugeborenen; seitdem befindet sich das Land in einem Geburtentief. 2016 stieg die Zahl der Neugeborenen jedoch das fünfte Jahr in Folge, mit einer Geburtenziffer von 1,59 Kindern je Frau rückte Deutschland ins europäische Mittelfeld auf. Dennoch ist die Kindergeneration seit 35 Jahren um etwa ein Drittel kleiner als die Elterngeneration – die Gruppe der 50-Jährigen ist heute doppelt so groß wie die der Neugeborenen. Gleichzeitig steigt die Lebenserwartung. Sie beträgt bei Männern durchschnittlich 78 Jahre, bei Frauen 83 Jahre.

Der demografische Wandel mit gravierenden Folgen für die wirtschaftliche Entwicklung und die Sozialsysteme wird abgeschwächt durch die Einwanderung. Knapp über 22 Prozent der in Deutschland lebenden Menschen (18,6 Millionen) haben einen Migrationshintergrund. Von ihnen haben mehr als die Hälfte einen deutschen Pass. Die Angehörigen von vier nationalen Minderheiten sind als „alteingesessen“ anerkannt und werden besonders geschützt und gefördert: die dänische Minderheit (50.000) und die friesische Volksgruppe (60.000) in Norddeutschland, die Lausitzer Sorben (60.000) entlang der deutsch-polnischen Grenze sowie die deutschen Sinti und Roma (70.000).

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