Wegmarken

Gesellschaft im Wandel

1955

Starkes Wirtschaftswachstum führt Mitte der 1950er-Jahre zu Arbeitskräftemangel in Deutschland. Anwerbeverträge mit ­Italien, Spanien, Griechenland, der Türkei, Marokko, Portugal, ­Tunesien, Jugoslawien folgen.
nph/Rust/dpa

1964

Der millionste Arbeitsmigrant, „Gastarbeiter“ genannt, wird willkommen geheißen. Mit der Ölkrise im Jahr 1973 setzt ein Anwerbestopp ein. Etwa vier Millionen ausländische Menschen leben nun in Deutschland.
Ossinger/dpa

1990

Mit dem Fall des Eisernen ­Vorhangs sowie den Kriegen in „Ex-Jugoslawien“ nimmt die ­Zuwanderung 1990 rasant zu. 
Zudem ziehen 400.000 Deutschstämmige aus Mittel- und Ost­europa nach Deutschland.
Waltraud Grubitzsch/dpa

1997

Seit Mitte der 1980er-Jahre ­kommen neben Arbeitsmigranten zunehmend Asylsuchende nach Deutschland. Das Dubliner Übereinkommen regelt von 1997 
an die Zuständigkeit der europäischen Staaten bei Asylverfahren.
Ralph Peters/dpa

2005

Mit dem „Mikrozensus“ besteht erstmals die Möglichkeit, den ­Migrationshintergrund in der Bevölkerung differenziert abzubilden. Im Jahr 2015 hat demnach jeder Fünfte in Deutschland einen Migrationshintergrund.
Waltraud Grubitzsch/dpa

2014

Mehr als 200.000 Menschen ­beantragen im Jahr 2014 in Deutschland Asyl. Erstmals zieht fast eine halbe Million Menschen mehr nach Deutschland, als 
im gleichen Zeitraum aus der Bundesrepublik abwandern.
Armin Weigel/dpa