Impulsgeber für Klimakooperationen

Das Klimasekretariat der Vereinten Nationen in Bonn überwacht das Klima-Rahmenabkommen
Das Klimasekretariat der Vereinten Nationen in Bonn überwacht das Klima-Rahmenabkommen Oliver Berg/dpa
Deutschland spielt in der internationalen Klimapolitik eine aktive Rolle und setzt sich weltweit für Klimakooperationen ein.

Deutschland hat im internationalen Kontext maßgeblichen Anteil daran, dass das Thema Klimaschutz prominent auf der Agenda steht. Die Bundesregierung war bereits bei den Verhandlungen zum Kyoto-Protokoll von 1997 ein Impulsgeber. Der Vertrag verpflichtete die Industrieländer zu einer Verringerung der Treibhausgase bis 2012 um durchschnittlich 5,2 Prozent gegenüber dem Basisjahr 1990. Deutschland hat sein Kyoto-Ziel, die Emissionen bis 2012 um 21 Prozent zu senken, sogar übererfüllt. Auch bei den Verhandlungen für einen Kyoto-Nachfolgevertrag, der 2020 in Kraft treten soll, spielt Deutschland eine aktive Rolle. Ziel ist ein verbindliches Klima­abkommen mit klaren Regelungen zur Begrenzung der Treibhausgasemissionen. Dabei sollen sich auch Schwellen- und Entwicklungsländer zu Klimaschutzmaßnahmen verpflichten, zudem soll eine deutliche Erhöhung der Hilfen für Klimaanpassung und Technologietransfer zugesichert werden. Die Europäische Union (EU) ist innerhalb der Industrieländer Vorreiter bei den Kohlendioxid-Zielen; sie hat zugesagt, die Emissionen bis 2030 um mindestens 40 Prozent gegenüber 1990 zu senken. Zentrales Instrument ist der EU-Emissionshandel, der den Kohlendi­oxid-Ausstoß von rund 11.000 großen Industrie- und Kraftwerksunternehmen regelt. Er soll reformiert werden, um seine Wirksamkeit zu erhöhen. Deutschland treibt zudem aktiv Klimakooperationen mit anderen Ländern voran, etwa zu Themen wie Tropenwaldschutz und Energieeffizienz.

dpa/Kleinschmidt

Eine besondere Zusammenarbeit mit den USA und Kanada gibt es in der „Transatlantischen Klimabrücke“. Deutschlands Vorreiterrolle in der Klimaforschung wird von Arbeiten an Universitäten und Instituten wie dem Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung und dem Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gestützt.

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