Impulsgeber für Klimakooperationen

Das Klimasekretariat der Vereinten Nationen in Bonn überwacht das Klima-Rahmenabkommen
Das Klimasekretariat der Vereinten Nationen in Bonn überwacht das Klima-Rahmenabkommen Oliver Berg/dpa
Deutschland spielt in der internationalen Klimapolitik eine aktive Rolle und setzt sich weltweit für Klimakooperationen ein.

Deutschland hat im internationalen Kontext maßgeblichen Anteil daran, dass das Thema Klimaschutz prominent auf der Agenda steht. Die Bundesregierung war bereits Impulsgeber beim Erdgipfel 1992 in Rio de Janeiro und für das Kyoto-Protokoll 1997. Der große Durchbruch gelang allerdings erst mit dem Pariser Klimaabkommen 2015, 195 Länder einigten sich erstmals auf ein allgemeines, rechtsverbindliches weltweites Klimaschutzabkommen. Ziel ist es, den weltweiten Anstieg der Durchschnittstemperatur zu stoppen und möglichst auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen. Um dieses Ziel zu erreichen, verpflichten sich die Staaten, ihren Treibhausgasausstoß zu verringern oder gering zu halten. Dafür setzen sie sich nationale Ziele, die regelmäßig überprüft werden sollen. Wie das geschehen kann, war Thema der Weltklimakonferenz 2017 in Bonn. Die Europäische Union (EU) steht an der Spitze der internationalen Bemühungen um ein weltweites Klimaschutzabkommen. Sie strebt eine Senkung der Emissionen um mindestens 40 Prozent bis 2030 an. Zentrales Instrument ist der EU-Emissionshandel, der den Kohlendioxid-Ausstoß von rund 11.000 großen Industrie- und Kraftwerksunternehmen regelt. Er wurde 2018 reformiert, um seine Wirksamkeit zu erhöhen.

dpa/Kleinschmidt

Deutschland treibt zudem aktiv Klimakooperationen mit anderen Ländern voran und unterstützt zum Beispiel Partnerländer im Rahmen der 2016 gegründeten NDC-Partnerschaft dabei, ihre nationalen Klimaschutz­ziele (Nationally Determined Contributions, ­NDCs) zu erreichen. Diese NDCs bilden das Herzstück des Pariser Klimaabkommens.

Deutschlands Vorreiterrolle in der Klimaforschung wird von Arbeiten an Universitäten und Instituten wie dem Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung und dem Wuppertal ­Institut für Klima, Umwelt, Energie gestützt.

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