Aktive Freizeit

Sich für andere Menschen einsetzen – vielen jungen Leuten ist soziales Engagement sehr wichtig
Sich für andere Menschen einsetzen – vielen jungen Leuten ist soziales Engagement sehr wichtig Malte Jaeger/laif
Soziales Engagement in ihrer Freizeit ist vielen jungen Leuten wichtig.

Viele junge Leute in Deutschland engagieren sich in ihrer Freizeit für die Gesellschaft. Unzählige Möglichkeiten stehen offen und viele packen mit an. 2014 sagte die Hälfte der 12- bis 19-Jährigen, dass sie sich für andere sozial und unentgeltlich einsetzen. Das passt auch zu den Werten, die Jugendlichen wichtig sind und die zum persönlichen Lebensstil gehören. 60 Prozent sagen zum Beispiel: „Es ist mir wichtig, sozial Benachteiligten zu helfen.“ Für 32 Prozent steht das politische Engagement hoch im Kurs. Das hat die Shell-­Jugendstudie 2015 herausgefunden. Das war ein knappes Zehntel mehr als noch im Jahr 2010 und zeigt: Das Interesse für Politik ist wieder im Aufwind.

Sport, Kirche, Kultur und das Rettungswesen gehören zu den Klassikern des Engagements für alle, die etwas bewegen wollen. Umwelt-, Tier- und Naturschutz sind ebenfalls von Topinteresse. Viele setzen sich in neuen sozialen Bewegungen ein – streiten für die gerechte Gestaltung der Globalisierung und warnen vor negativen sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Folgen des weltweiten Kapitalismus. Überhaupt engagieren sich viele für Themen mit internationaler Perspektive und für eine bessere Welt. In Nichtregierungs­organisationen wie Amnesty International, Greenpeace, foodwatch oder dem Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND) finden viele Orientierung. Für 66 Prozent der jungen Menschen ist es übrigens wichtig, sich umweltbewusst zu verhalten.

Auch Jugendorganisationen von Partei­en, Gewerkschaften und Kirchen bieten Mitwirkungsmöglichkeiten ohne Ende. Häufig erleben Jugendliche die traditionellen Organisationen aber als nicht spontan genug oder als zu starr.

Seitdem die Wehrpflicht in Deutschland ausgesetzt ist, sind Freiwilligendienste mit internationalen Einsatzmöglichkeiten zunehmend attraktiv. Beispiele: die staatlich finanzierten Programme „kulturweit“ der deutschen UNESCO-Kommission oder der entwicklungspolitische Freiwilligendienst „weltwärts“.

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