Ausgezeichnete Forschung und Lehre

Orte des Austauschs und des Wissens: Deutsche Hochschulen stehen für ein erstklassiges Studium
Orte des Austauschs und des Wissens: Deutsche Hochschulen stehen für ein erstklassiges Studium dpa/Maximilian Mühlens
Die deutschen Hochschulen verbinden Forschung und Lehre auf höchstem Niveau.

Bunt, international, vielfältig: Die deutsche Studienlandschaft hat tatsächlich viel zu bieten. Wenn du in Deutschland studierst, kannst du zwischen genau 415 Hochschulen wählen. Im Kern gibt es drei Arten von Hochschulen: Wer sich eher für einen wissenschaftlich-analytischen Typ hält, wählt meistens eine der 106 Universitäten. Wer eher in der praktischen Anwendung Stärken hat, kann einen passenden Studiengang an einer der 207 Fachhochschulen finden. Und für talentierte Kreative gibt es 51 Film-, Kunst- oder Musikhochschulen. Außerdem gibt es sechs Pädagogische und 16 Theologische Hochschulen sowie 29 Verwaltungsfachhochschulen. Zusammen bieten sie rund 18.000 Studiengänge an, von denen rund 1.400 fremdsprachig und international ausgerichtet sind.

Bei „Studis“ auf der ganzen Welt hat es sich herumgesprochen: In Deutschland kann man gut studieren. Deutschland ist nach den USA und Großbritannien das beliebteste Studienland. Bei einem globalen Hochschulvergleich landeten 2015 gleich vier deutsche Hochschulen unter den Top 100. Sieben weitere schafften es unter die Top 200. Die Universitäten der „Exzellenzinitiative“ sind die Leuchttürme der Uniszene. Als Absolvent einer deutschen Hochschule bist du auch in der Arbeitswelt begehrt. Naturwissenschaftler, Techniker und Mediziner sind zurzeit besonders gefragt.

Wer wenig Deutsch spricht, kommt im deutschen Alltag meistens gut mit Englisch zurecht, weil viele Englisch sprechen. Allerdings wird in Vorlesungen und Seminaren – abgesehen von den internationalen Studiengängen – natürlich oft auf Deutsch kommuniziert. Zur Zulassung für bestimmte Fächer muss man daher entsprechende Deutschkenntnisse nachweisen. Viele Studierende aus dem Ausland belegen deshalb zunächst einen Vorbereitungs- oder Intensivkurs an einer Hochschule. Gute Deutschkurse im Ausland bieten auch die 159 Goethe-Institute in 98 Ländern an.

Wenn du deine Prüfungen am Ende des Studiums erfolgreich bestehst, darfst du den akademischen Grad eines Bachelor oder Master tragen. Das Bachelor-Studium dauert in der Regel drei Jahre und ist modular aufgebaut, also ziemlich strukturiert. Für ein Masterstudium muss man noch einige Semester (zwei bis vier) dranhängen. Übrigens: In Deutschland besteht ein Studienjahr aus zwei Semestern. Die Abschlüsse, die du erwirbst, sind international anerkannt. Das European Credit Transfer System (ECTS) macht Studienleistungen innerhalb des europäischen Bildungsraumes vergleichbar und erleichtert so eine Anerkennung deiner Leistungen bei einem Hochschulwechsel. Wer akademisch höher hinaus möchte, findet auch attraktive Möglichkeiten für eine Promotion (PhD).

Überhaupt wird Internationalität in den Hochschulen großgeschrieben, denn immer mehr junge Menschen aus dem Ausland kommen hierher. Von den 2,7 Millionen Studierenden hatten 2014 rund 301.300 keinen deutschen Pass. An jeder deutschen Hochschule gibt es mittlerweile auch ein International Office. Das International Office hilft Studierenden aus dem Ausland mit Tipps und Infos zu wichtigen Themen wie Aufenthalt, Wohnen und Leben. Auch deutsche Studierende sind weltoffen und sammeln Auslandserfahrung. Der Anteil der Studierenden, die für ein Semester oder ein Praktikum ins Ausland gehen, ist seit 2013 von 32 auf 37 Prozent gestiegen. Vor allem das Erasmus+-Programm der Europäischen Union eröffnet vielen eine internationale Perspektive. Eine ganz wichtige Anlaufstelle für alle im Ausland, die sich für ein Studium in Deutschland interessieren, ist der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD). Er ist für den internationalen Austausch von Studierenden und Wissenschaftlern zuständig, engagiert sich für die Internationalisierung der Hochschulen und vergibt viele interessante Stipendien.

Deutschland lässt sich sein gutes Bildungssystem viel kosten. 2014 stiegen 
die öffentlichen Ausgaben dafür auf gut 
120 Milliarden Euro. Studierende dagegen geben für ein Studium in Deutschland vergleichsweise wenig Geld aus. In der Regel werden an staatlichen Universitäten keine Studiengebühren erhoben.

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