Grelle Fassaden und 
kritische Töne

Street Art
Street Art dpa/Wolfram Steinberg
Streetartists und Hip-Hop-Musiker sagen ihre Meinung mit Witz und Ernst.

Welche deutsche Großstadt du auch besuchst: Überall findest du Graffiti an Häuserwänden und in U-Bahn-Stationen, „eingestrickte“ Laternenpfähle, Mülleimer mit Krümelmonsteraugen, besprühte Lärmschutzwälle. Street-Artists verwandeln den ­öffentlichen Raum in Ausstellungsflächen. Natürlich ist es nicht erlaubt, einfach so eine Wand zu besprühen. Doch inzwischen beauftragen selbst Städte Street-Artists mit Werken, die die Stadt verschönern. Ob legal oder illegal: Die Ideen der Street-Artists sind ausgefallen und spontan. Und häufig kritisieren sie in ihren Werken auch Missstände – oder sagen, was sie stört.

Gesellschaftskritik ist auch ein Thema in der Musikszene. Die meisten Hip-Hop- und Rap-Stars haben wenig zu tun mit ihren Vorbildern aus Amerika. Ob Cro, die Fantastischen Vier, Fettes Brot oder die legendären Söhne Mannheims um Frontmann Xavier Naidoo: Rap aus Deutschland ist witzig, hat ein feines Gefühl für die Sprache und verbreitet oft gute Laune. Viele Rapper – auch jene mit Migrationshintergrund – texten überwiegend auf Deutsch. Deutschsprachige Musik wird bei jungen Leuten in Deutschland immer beliebter: Erstmals in der Geschichte der Charts war im ­Juni 2015 die Top Ten der Alben von deutschsprachigen Stars belegt.

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