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Den öffentlichen Nahverkehr attraktiver machen

Bus und Bahn sind ein wichtiger Faktor für die Verkehrswende in Deutschland. Auch das Fahrrad rückt weiter in den Fokus.
Eco Bus
© agaten/stock.adobe.com

Der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) spielt für die Mobilität in Deutschland eine wichtige Rolle: Fast jeder vierte der rund 39 Millionen Haushalte in Deutschland verfügt nicht über ein eigenes Auto. 2019 gab es dementsprechend mehr als 11,6 Milliarden Fahrten mit Bus und Bahn – ein kontinuierlicher Anstieg seit 2004. Die Corona-Pandemie hat die Nutzung des ÖPNV allerdings deutlich zurückgehen lassen.

Jeder zweite Stadtbus soll 2030 elektrisch fahren

Dennoch bleibt der öffentliche Nahverkehr ein wichtiger Faktor für die Verkehrswende in Deutschland. Die Bundesregierung will ihn deshalb attraktiver machen. Die Ausgaben für diesen Bereich werden auf eine Milliarde Euro jährlich ab 2021 erhöht – ab 2025 soll der Bundesanteil sogar zwei Milliarden jährlich betragen. Mit dem zusätzlichen Geld soll das Nahverkehrsnetz ausgebaut werden. Außerdem sollen Busflotten mit elektrischen, wasserstoffbasierten und Biogas-Antrieben gefördert werden. Jeder zweite Stadtbus soll 2030 elektrisch fahren. Mit dem Klimaschutzpaket wurde Ende 2019 zudem eine Reduzierung der Mehrwertsteuer auf Bahntickets im Fernverkehr von 19 auf 7 Prozent beschlossen.

Als Alternative zum Auto fördert die Bundesregierung auch den Fahrradverkehr. Dafür stehen zwischen 2020 und 2023 rund 1,4 Milliarden Euro zur Verfügung. Mit den Mitteln sollen weitere Radwege geschaffen und bestehende ausgebaut werden. Ein wichtiges Projekt in diesem Zusammenhang sind die sogenannten Radschnellwege – lange Strecken oft entlang von Bundesstraßen, die durchgehend befahren werden können, ohne Halt an Ampeln oder wegen querendem Autoverkehr. Sie könnten dafür sorgen, dass vor allem in Metropolregionen Pendlerinnen und Pendler verstärkt aufs Rad umsteigen.