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Elektromobilität als wichtiges Zukunftsthema der Umweltbranche

Bis 2030 sollen in Deutschland sieben bis zehn Millionen Elektrofahrzeuge zugelassen sein. Forschung und Entwicklung in dem Bereich werden gestärkt.
Autos an Ladesäulen
©pixabay

Der weitere Ausbau Erneuerbarer Energien und eine effiziente Ressourcennutzung – das sind die zentralen Elemente des Umwelt- und Klimaschutzes in Deutschland. Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Elektromobilität. Die Elektromobilität der Zukunft steht auch in China, Japan und Nordamerika auf der Agenda. Die Bundesregierung und die Automobilbranche verfolgen das ambitionierte Ziel, Deutschland zum Leitmarkt für Elektromobilität zu entwickeln und an den Potenzialen dieses globalen Marktes teilzuhaben. Bis 2030 sollen laut Bundesregierung sieben bis zehn Millionen Elektrofahrzeuge in Deutschland zugelassen sein.

Die steigende Anzahl von Elektroautos soll zu einer weiteren Senkung der Treibhausgasemissionen beitragen, die zu einem Fünftel auf das Konto des Straßenverkehrs gehen. Damit der Durchbruch der E-Mobilität gelingt, benötigt Deutschland ausreichend öffentliche Ladestellen. Bis 2030 sollen eine Million Ladepunkte zur Verfügung stehen. Das Bundeskabinett hat dafür Ende 2019 einen „Masterplan Ladesäuleninfrastruktur“ beschlossen. Neben öffentlichen spielen auch private Ladestationen eine wichtige Rolle, vor allem in ländlichen Regionen. Nutzerinnen und Nutzer von Elektroautos, die zu Hause eine eigene Anlage installieren, können deshalb Förderung über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) erhalten. Auch für den Kauf der Autos selbst gibt es Zuschüsse. Für rund 250.000 E-Autos haben die Deutschen im Jahr 2020 eine solche „Innovationsprämie“ beantragt.

Auch die deutschen Autohersteller beschäftigen sich intensiv mit E-Mobility-Konzepten. Bis 2022 investieren sie 40 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung und wollen die Anzahl der Modelle auf über 100 steigern. Derzeit gibt es rund 60 Modelle in nahezu allen Fahrzeugsegmenten. Mit ihren Elektroautos haben deutsche Hersteller in Europa einen Marktanteil von etwa zwei Drittel.

Schlüsselthema Batterieforschung

Auch Forschung und Entwicklung in diesem Bereich werden weiter gestärkt. Seit 2009 hat die Bundesregierung hier rund drei Milliarden Euro investiert. Eine große Bedeutung bekommt im Zuge der Energie- und Verkehrswende insbesondere die Batterieforschung. Das Bundeswirtschaftsministerium strebt deshalb an, Deutschland als führenden Standort der Europäischen Batterieallianz zu etablieren und stellt dafür bis 2022 eine Milliarde Euro zur Verfügung. In der Batterieallianz haben sich EU-Mitgliedsstaaten, die Europäische Kommission und europäische Industrieunternehmen zusammengeschlossen.