Direkt zum Inhalt
Bildung & Wissen

Beliebtes Studienland

Deutschland ist bei Studierenden weltweit sehr beliebt – und das Angebot an fremdsprachigen und internationalen Studiengängen wächst.
Beliebtes Studienland
© Sina Ettmer/stock.adobe.com

Deutschland ist das beliebteste nicht-englischsprachige Gastland für internationale Studierende. Nach den USA, Großbritannien und Australien liegt Deutschland weltweit auf Platz 4 bei der Anzahl der eingeschriebenen ausländischen Studentinnen und Studenten. Mehr als 302.000 der Studierenden in Deutschland haben ihre Hochschulreife im Ausland erworben. Heute besuchen mehr als doppelt so viele Ausländerinnen und Ausländer deutsche Hochschulen wie noch 1996. Die meisten internationalen Studierenden kommen aus China, Indien und Syrien.

Vielfältiges Angebot, keine Studiengebühren

Gleichzeitig haben die deutschen Hochschulen ihr Angebot an fremdsprachigen und internationalen Studiengängen deutlich ausgebaut: über 1.600 Studiengänge haben Englisch als Unterrichtssprache, in rund 750 Studiengängen ist ein internationaler Doppelabschluss möglich. Für internationale Doktorandinnen und Doktoranden ist die Vielzahl strukturierter Promotionsangebote besonders attraktiv. Die weitgehende Freiheit von Studiengebühren ist ein weiterer Vorteil der deutschen Hochschulen.

Rund drei Viertel der Bildungsausländerinnen und -ausländer studieren an Universitäten, ein Viertel an Fachhochschulen, überwiegend in Master- und Bachelorstudiengängen. Die beliebteste Fachrichtung sind die Ingenieurwissenschaften, gefolgt von den Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften.

Studierende aus asiatisch-pazifischen Ländern stellten 2019 mit 30 Prozent die größte Gruppe der Bildungsausländerinnen und -ausländer. Auch die Regionen Westeuropa sowie Nordafrika und Nahost (jeweils rund 18 Prozent) waren besonders häufig vertreten. Ausschlaggebende Gründe für das Studienland Deutschland sind etwa die Lebensqualität und die Erwartung, die eigenen Berufschancen zu verbessern.

2019 planten rund 91 Prozent der Bildungsausländerinnen und -ausländer, in Deutschland einen Studienabschluss zu machen. Jeweils knapp 38 Prozent der Absolventinnen und Absolventen des Jahres erwarben einen Bachelor- oder Master-Abschluss.