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Gesellschaft

Erfolgreiche Integration

Mit gezielter Förderung unterstützt die Bundesregierung Geflüchtete und Zugewanderte dabei, in der Gesellschaft und auf dem Arbeitsmarkt anzukommen.
Erfolgreiche Integration
© dpa

Die Integrationspolitik ist ein zentrales Politikfeld in Deutschland und wird als eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe angesehen. Integration ist ein Angebot, aber auch eine Verpflichtung zu eigener Anstrengung. Sie kann nur als wechselseitiger Prozess gelingen. Nach dem Aufenthaltsgesetz haben diejenigen Ausländerinnen und Ausländer, die rechtmäßig und auf Dauer im Bundesgebiet leben, Anspruch auf Integrationsleistungen des Bundes. Diese Leistungen dienen der Sprachvermittlung, der Integration in Ausbildung, Arbeit und Bildung sowie der gesellschaftlichen Integration. Ziel ist, die Menschen in die Gesellschaft einzubeziehen und ihnen Teilhabe zu ermöglichen. Als zentrale Maßnahme wird der Integrationskurs angeboten, der aus einem Sprachkurs und einem Orientierungskurs besteht.

Mehr als 33 Prozent der 20- bis 34-jährigen ausländischen Erwachsenen bleiben ohne Berufsabschluss. Ihre Bildungsbeteiligung zu erhöhen ist ein wichtiges Ziel der Bundesregierung. Mit der Reform des Staatsbürgerschaftsrechts 2014 wurde die doppelte Staatsbürgerschaft eingeführt. Für in Deutschland nach 1990 geborene und aufgewachsene Kinder ausländischer Eltern wurde die „Optionspflicht“ abgeschafft: Zuvor mussten sie sich bis zum vollendeten 23. Lebensjahr für eine Staatsangehörigkeit entscheiden.

Finanzielle Sicherheit während der Ausbildung oder des Studiums

Zuwanderinnen und Zuwanderer, die voraussichtlich länger in Deutschland bleiben, sollen schnell eine Ausbildung beginnen oder in den Beruf einsteigen können. Daher hat die Bundesregierung 2019 das Gesetz zur Ausbildungs- und Beschäftigungsförderung von Ausländern eingeführt. Wer eine gute Bleibeperspektive hat, kann nun zügiger einen Job beginnen. Die Vermittlung in Sprachkurse und andere Integrationsangebote verbessert das Gesetz ebenfalls.

Auch die Regelungen zu Asylbewerberleistungen hat die Bundesregierung 2019 geändert. Die Anpassungen sollen verhindern, dass Geflüchtete eine Ausbildung oder ein Studium aus finanziellen Gründen abbrechen müssen.

Besondere Unterstützung für Frauen

Die Bundesregierung möchte auch Frauen mit Migrationshintergrund beruflich besser integrieren. Dafür werden unter anderem Arbeitsvermittler gezielt geschult, so dass sie besser auf den speziellen Bedarf von Frauen mit Migrationshintergrund eingehen können.

Auch das Ehrenamt spielt bei der Integration eine wichtige Rolle – sowohl durch zahlreiche Freiwillige, die sich mit Kursen und Alltagshilfen für Geflüchtete oder Migrantinnen und Migranten engagieren als auch durch Zugewanderte, die selbst Ehrenämter übernehmen. Die Übernahme von Ehrenämtern wird im Rahmen des angepassten Asylbewerberleistungsgesetzes ebenfalls gefördert.