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Wirtschaft & Innovation

Innovative Wirtschaft

Deutschland ist die viertgrößte Volkswirtschaft der Erde, hoch innovativ und stark exportorientiert. Die Zukunft liegt in der Industrie 4.0.
Lackierroboter
© dpa

Deutschland ist die größte Volkswirtschaft der Europäischen Union (EU) und nach den USA, China und Japan die viertgrößte der Welt. Ihre Wettbewerbsfähigkeit und globale Vernetzung verdankt die deutsche Wirtschaft einer starken Innovationskraft und hoher Exportorientierung. In den umsatzstarken Branchen Automobilbau, Maschinen- und Anlagenbau, in der Chemieindustrie sowie in der Medizintechnik macht der Export Export Deutschland zählt zu den führenden Exportnationen. Im Jahr 2017 wurden Waren und Dienstleistungen im Wert von 1.279 Milliarden Euro ausgeführt. Die Außenhandelsbilanz schloss mit einem Überschuss von 245 Milliarden Euro ab. Die Exportstärke basiert vor allem auf der Leistungskraft der deutschen… Mehr erfahren › weit über die Hälfte des Umsatzes aus. 2018 führten nur China und die USA mehr Waren aus. Die wichtigsten Handelspartner Deutschlands sind die Länder der Europäischen Union, die USA und China. In Forschung und Entwicklung (FuE) investierte Deutschland 2018 104,8 Milliarden Euro Euro Der Euro ist die Währung der Europäischen Währungsunion und nach dem US-Dollar der zweitwichtigste Vertreter im Weltwährungssystem. Die geldpolitische Verantwortung für den Euro trägt die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt am Main zusammen mit den nationalen Notenbanken. In 19 der 27 EU… Mehr erfahren › . Für die meisten deutschen Unternehmen bedeuten die Megatrends der  Digitalisierung (Internet of Things, Künstliche Intelligenz, Blockchain, Cyber Security, Smart Systems, E-Commerce) eine große Herausforderung. Sie bieten zugleich Chancen für eine fruchtbare und wachsende Startup-Szene in Deutschland.

Bruttoinlandsprodukt 2018 (in Milliarden US-Dollar)

Quelle: Weltbank

Mittelstand und Industrie

Das strukturelle Rückgrat der Wirtschaft bildet mit mehr als 99 Prozent aller Firmen der Mittelstand Mittelstand Die deutsche Wirtschaft wird vor allem durch kleine und mittlere Unternehmen sowie Selbstständige und Freiberufler geprägt. Rund 99,6 Prozent aller Unternehmen gehören dem Mittelstand an. Als mittelständische Unternehmen gelten Firmen mit einem Jahresumsatz von unter 50 Millionen Euro und mit… Mehr erfahren › , kennzeichnend ist auch der hohe Anteil an industrieller Fertigung. Die kleinen und mittleren Unternehmen ergänzen die Konzerne, die vorwiegend im deutschen Börsenindex DAX an der Frankfurter Börse gelistet sind, dem wichtigsten Finanzplatz in Kontinentaleuropa. In Frankfurt am Main hat auch die Europäische Zentralbank (EZB) ihren Sitz, die als EU-Institution unter anderem über die Preisstabilität des Euro Euro Der Euro ist die Währung der Europäischen Währungsunion und nach dem US-Dollar der zweitwichtigste Vertreter im Weltwährungssystem. Die geldpolitische Verantwortung für den Euro trägt die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt am Main zusammen mit den nationalen Notenbanken. In 19 der 27 EU… Mehr erfahren › wacht.

Die positive wirtschaftliche Dynamik der 2010er-Jahre hat zu einer günstigen Entwicklung des Arbeitsmarktes geführt. Deutschland gehört zu den Ländern mit der höchsten Beschäftigungsquote in der EU, die Jugendarbeitslosigkeit ist nur in Tschechien geringer. Dies untermauert auch den Wert der dualen Berufsausbildung, die sich als Exportgut etabliert hat und von vielen Ländern adaptiert wird. Faktoren wie Verfügbarkeit von Fachkräften, Infrastruktur und Rechtssicherheit sind weitere Merkmale des Standorts Deutschland, der sich in vielen internationalen Rankings auf vorderen Plätzen bewegt. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie leitet Peter Altmaier (CDU).

Die größten Handelsnationen 2018 (Anteil am Export)

Quelle: BmWi

Soziale Marktwirtschaft als Basis

Seit 1949 bildet das Modell der Sozialen Marktwirtschaft die Basis der deutschen Wirtschaftspolitik Wirtschaftspolitik Die Gestaltung und Koordinierung der Wirtschafts- und Finanzpolitik ist gemäß dem föderalen System eine gemeinsame Aufgabe von Bund, Ländern und Gemeinden. Sie wirken in verschiedenen Gremien zusammen. Darüber hinaus wird die Bundesregierung von unabhängigen Wirtschaftswissenschaftlern beraten… Mehr erfahren › . Die Soziale Marktwirtschaft Soziale Marktwirtschaft Das Grundgesetz schreibt keine bestimmte Wirtschaftsordnung vor, schließt aber eine reine, freie Marktwirtschaft durch die Verankerung des Sozialstaatsprinzips aus. Seit Gründung der Bundesrepublik Deutschland 1949 bildet die Soziale Marktwirtschaft die Basis der deutschen Wirtschaftspolitik. Sie… Mehr erfahren › garantiert freies unternehmerisches Handeln und bemüht sich gleichzeitig um sozialen Ausgleich. Dieses in der Nachkriegszeit vom späteren Bundeskanzler Bundeskanzler Der Bundeskanzler oder die Bundeskanzlerin ist das einzige gewählte Mitglied der Bundesregierung. Die Verfassung räumt ihm oder ihr das Recht ein, selbst die Minister und Ministerinnen auszuwählen. Der Kanzler oder die Kanzlerin bestimmt ferner die Anzahl der Ministerien und legt deren… Mehr erfahren › Ludwig Erhard entwickelte Konzept hat Deutschland auf einen erfolgreichen Entwicklungspfad geführt. Deutschland engagiert sich aktiv in der Gestaltung der Globalisierung und setzt sich für ein nachhaltiges globales Wirtschaftssystem ein, das faire Chancen für alle bietet.

Deutschland gehört zu den zwölf Ländern, die 2002 den Euro Euro Der Euro ist die Währung der Europäischen Währungsunion und nach dem US-Dollar der zweitwichtigste Vertreter im Weltwährungssystem. Die geldpolitische Verantwortung für den Euro trägt die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt am Main zusammen mit den nationalen Notenbanken. In 19 der 27 EU… Mehr erfahren › als Bargeld eingeführt haben. Die Finanzmarktkrise (2008) sowie die nachfolgende Schuldenkrise haben die gesamte Eurozone getroffen – auch Deutschland. Die Bundesregierung Bundesregierung Bundeskanzler oder Bundeskanzlerin sowie die Bundesminister und -ministerinnen bilden die Bundesregierung, das Kabinett. Neben der Richtlinienkompetenz des Regierungsoberhaupts gilt das Ressortprinzip, nach dem die Ministerinnen und Minister ihren Bereich im Rahmen dieser Richtlinien eigenständig… Mehr erfahren › hat daraufhin mit einer Doppelstrategie die Neuverschuldung gestoppt und Maßnahmen zur Stärkung der Innovationskraft ergriffen. Seit 2014 konnte zum sechsten Mal in Folge ein ausgeglichener Bundeshaushalt vorgelegt werden.

Folgen der Corona-Pandemie

Als Auswirkung der Corona-Krise im Frühjahr 2020 erwarten Wirtschaftsexperten für das Jahr einen deutlichen Abschwung, eine Erhöhung der Arbeitslosenquote sowie in Folge der finanzpolitischen Stabilisierungsmaßnahmen ein Rekorddefizit im Staatshaushalt. Die Experten der großen Wirtschaftsforschungsinstitute gehen in ihrer „Gemeinschaftsdiagnose“ vom April 2020 jedoch auch davon aus, dass Deutschland den wirtschaftlichen Einbruch verkraften und mittelfristig wieder das wirtschaftliche Niveau erreichen wird, das sich ohne die Krise ergeben hätte.