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Umwelt & Klima

Impulsgeber für Klimakooperationen

Deutschland spielt in der internationalen Klimapolitik eine aktive Rolle und setzt sich weltweit für Klimakooperationen ein.
Impulsgeber für Klimakooperationen
© dpa

Deutschland hat im internationalen Kontext maßgeblichen Anteil daran, dass das Thema Klimaschutz prominent auf der Agenda steht. Die Bundesregierung Bundesregierung Bundeskanzler oder Bundeskanzlerin sowie die Bundesminister und -ministerinnen bilden die Bundesregierung, das Kabinett. Neben der Richtlinienkompetenz des Regierungsoberhaupts gilt das Ressortprinzip, nach dem die Ministerinnen und Minister ihren Bereich im Rahmen dieser Richtlinien eigenständig… Mehr erfahren › war bereits Impulsgeber beim Erdgipfel 1992 in Rio de Janeiro und für das Kyoto-Protokoll 1997. Der große Durchbruch gelang allerdings erst mit dem Pariser Klimaabkommen 2015, 195 Länder einigten sich erstmals auf ein allgemeines, rechtsverbindliches weltweites Klimaschutzabkommen. Ziel ist es, den weltweiten Anstieg der Durchschnittstemperatur zu stoppen und möglichst auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen. Um dieses Ziel zu erreichen, verpflichten sich die Staaten, ihren Treibhausgasausstoß zu verringern oder gering zu halten. Dafür setzen sie sich nationale Ziele, die regelmäßig überprüft werden sollen. Wie das geschehen kann, war Thema der Weltklimakonferenz 2017 in Bonn.

Klimaschutzplan 2050 als langfristige Strategie

Als einer der ersten Vertragsstaaten des Pariser Klimaabkommens verabschiedete die deutsche Bundesregierung Bundesregierung Bundeskanzler oder Bundeskanzlerin sowie die Bundesminister und -ministerinnen bilden die Bundesregierung, das Kabinett. Neben der Richtlinienkompetenz des Regierungsoberhaupts gilt das Ressortprinzip, nach dem die Ministerinnen und Minister ihren Bereich im Rahmen dieser Richtlinien eigenständig… Mehr erfahren › bereits 2016 eine langfristige Strategie: den Klimaschutzplan 2050. Seitdem hat Deutschland beim Klimaschutz schon viel erreicht: 2018 kamen rund 35 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energien wie Wind und Sonne. Mit dem Klimaschutzprogramm 2030 und seinem Herzstück, dem 2021 überarbeiteten Klimaschutzgesetz, will die Bundesregierung außerdem den Ausstoß von Treibhausgasen bis 2030 um 65 Prozent verringern.

Die Europäische Union Europäische Union Deutschland gehörte 1957 zu den sechs Gründungsmitgliedern der heutigen EU. Seit 2013 besteht diese aus 28 Staaten, in 19 ist der Euro offizielle Währung. Deutschlands Beitrag zum EU-Haushalt liegt aufgrund seiner Größe und wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit bei etwa 20 Prozent. Günther Oettinger … Mehr erfahren › steht an der Spitze der internationalen Bemühungen um ein weltweites Klimaschutzabkommen. Sie strebt eine Senkung der Emissionen um mindestens 55 Prozent bis 2030 an. Zentrales Instrument ist der EU-Emissionshandel, der den Kohlendioxid-Ausstoß von rund 11.000 großen Industrie- und Kraftwerksunternehmen regelt. Er wurde 2018 reformiert, um seine Wirksamkeit zu erhöhen.

Der europäische Grüne Deal

Deutschland unterstützt die EU-Kommission außerdem bei ihrem „European Green Deal“. Er sieht vor, dass die EU bis 2050 klimaneutral ist. Ein europäisches Klimaschutzgesetz soll das Ziel verbindlich machen. Um es zu erreichen, soll der CO2-Ausstoß in allen relevanten Wirtschaftsbereichen deutlich reduziert werden. Der europäische Grüne Deal umfasst einen Fahrplan mit Maßnahmen zur Förderung einer effizienteren Ressourcennutzung durch den Übergang zu einer sauberen und kreislauforientierten Wirtschaft, zur Wiederherstellung der Biodiversität und zur Bekämpfung der Umweltverschmutzung.

Deutschland treibt zudem aktiv Klimakooperationen mit anderen Ländern voran und unterstützt zum Beispiel Partnerländer im Rahmen der 2016 gegründeten NDC-Partnerschaft dabei, ihre nationalen Klimaschutz­ziele (Nationally Determined Contributions, ­NDCs) zu erreichen. Diese NDCs bilden das Herzstück des Pariser Klimaabkommens.

Deutschlands Vorreiterrolle in der Klimaforschung wird von Arbeiten an Universitäten und Instituten wie dem Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung und dem Wuppertal ­Institut für Klima, Umwelt, Energie gestützt.