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Für die Mobilität der Zukunft

Deutschland fördert innovative Ansätze im Verkehr. Die Digitalisierung spielt dabei eine wichtige Rolle.
Wasserstoff-Tanksäule
© Tim Siegert-batcam/stock.adobe.com

Als Spitzenstandort der Automobilbranche kann Deutschland die globale Mobilität der Zukunft entscheidend mitgestalten. Denn eine Verkehrswende ist unumgänglich, in Deutschland und weltweit: Der Autoverkehr stößt an seine Grenzen, der Anteil des Verkehrs an den klimaschädlichen Emissionen ist nach wie vor hoch. Auf der anderen Seite bieten sich im Bereich Verkehr und Logistik immer neue Möglichkeiten der Digitalisierung.

Deutliche Verbesserungen bei der Sicherheit und in der Umweltbilanz könnte etwa das autonome und vernetzte Fahren bringen. Ein 2019 beschlossener Aktionsplan der Ministerien für Bildung und Forschung, für Wirtschaft und Energie sowie für Verkehr und digitale Infrastruktur soll neue Entwicklungen in diesem Bereich fördern. Der Aktionsplan ist Teil der Hightech-Strategie 2025 der Bundesregierung.

Innovationen in der Praxis testen – mit europäischen Partnern

Um das automatisierte Fahren und andere innovative Technologien ganz praktisch voranzutreiben, hat Deutschland einen Testabschnitt eingerichtet: Seit 2015 gibt es auf der A9 in Bayern, einer der am meisten befahrenen Autobahnen Deutschlands, das Digitale Testfeld Autobahn (DTA). Forschungseinrichtungen und innovative Unternehmen können dort ihre Ansätze in realen Verkehrssituationen prüfen und Daten für die Weiterentwicklung sammeln.

Einen solchen Testbereich hat Deutschland auch gemeinsam mit den Nachbarländern Frankreich und Luxemburg geschaffen. Das „Digitale Testfeld Deutschland-Frankreich“ läuft von Merzig über Saarlouis und Saarbrücken in Deutschland nach Metz in Frankreich sowie über die Region Bettemburg in Luxemburg. Ziel ist es unter anderem, automatisierte Fahrfunktionen im grenzüberschreitenden Verkehr zu testen. 

Alternative Antriebe

Über digitale Neuentwicklungen bei der Mobilität hinaus fördert Deutschland auch innovative Antriebe, neben der Elektromobilität etwa die Wasserstoff-Technologie. Derzeit ist das Angebot an solchen Fahrzeugen auch in Deutschland noch gering. Deshalb unterstützt die Bundesregierung die Forschung in diesem Bereich sowie den Ausbau der entsprechenden Infrastruktur. Im Jahr 2023 soll es deutschlandlandweit 400 öffentlich zugängliche Wasserstoff-Zapfsäulen geben.

Auf Wasserstoff als grüne Energie setzt Deutschland auch in anderen Bereichen, etwa zur Erzeugung von Wärme oder in Industrieprozessen. Mit der „Nationalen Wasserstoffstrategie“ will die Bundesregierung Deutschland zu einem Vorreiter in diesem Bereich machen. Dafür investiert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) bis 2023 mehr als 300 Millionen Euro allein aus dem Klimafonds. Zudem baut Deutschland strategische Wasserstoff-Partnerschaften in Europa und weltweit auf. So will man etwa gemeinsam mit afrikanischen Partnern ausloten, welche Rolle grüner Wasserstoff bei der nachhaltigen Entwicklung des afrikanischen Kontinents spielen kann.